schön so

13.07.16

Schon länger hier bei mir.
Und immer wieder gut.
Sehr gut sogar.
Hier.

Schoen so. Not easy to translate. More meanings possible. One could be: good enough. Another: This is pretty...
Always love if one plays with language.
Here.

Kaitekina

03.07.16

Kaitekina heißt die kleine Bluse. Hier mit Ohu aus Leinenjersey. Perfekt für kühle Brisen.

Sonst macht der lockere Schnitt von Kaitekina jede Hitzewelle mit.
Vorne geknöpft und mit kleiner Tasche.

Hinten mit Überraschungseffekt. Wenn gewünscht. Eine super Möglichkeit Stoffreste zu verarbeiten. Ginge aber auch ganz aus dem selben Material.

Kleine kecke Seitenschlitze und lässig gewurschtelte Ärmelaufschläge sorgen dafür, dass nicht allzu viel Ernst aufkommt. Ob vorne in den Hosen/Rockbund gesteckt oder nicht, darf man vom persönlichen Fashionvictimgrad abhängig machen.


Kaitekina. Die kleine nette neue Bluse. 
Aus Jersey. Oder aus Webstoff. Oder beidem.
Falls das mit dem Entscheiden schwierig ist.
Oder falls von dem einen oder dem anderen nicht mehr genug Material übrig wäre.
Die Kragenverarbeitung verlangt schon etwas Fingerfertigkeit und daher empfehle ich Katerina NICHT für pure Anfänger. (Leicht) Fortgeschritten sollte man schon sein, damit man auch unterwegs auf der Nähreise Freude hat.

Natürlich könnte man Kaitekina auch verlängern und als Kleid tragen!

Wer jetzt Lust bekommen hat einen halben Tag und eineinhalb Meter Stoff zu investieren: bitteschön hier entlang!!!
http://kleinformat.bigcartel.com/product/kleinformat-kaitekina-bluse-blouse-pdfvschnitt-pdf-pattern



Ruhe sanft...

29.06.16


Das große Kind hat die erste Etappe der staatlich angeordneten Bildung absolviert.
Vier Jahre Volksschule in zwei verschiedenen Einrichtungen in zwei verschiedenen Städten liegen übermorgen hinter uns.
Damit die Lehrkraft ihre Horde in guter Erinnerung behält, hat sich ein gewisses Lehrkräftebeschenken eingespielt. Wie man auch immer dazu stehen möchte, dem Kind ist es ein Wunsch am Freitag ein Geschenk zu überreichen.
Und ganz die Mutter, die ich sonst nie bin, ist mir der Wunsch Befehl: Was könnte man einer Lehrerin schenken?
Schnell fiel mir ein, dass das Lehrerinnenhaupt vielleicht sanft ruhen möchte über die Ferien.
Und dazu könnte ein Leseknochen praktisch sein.
Der war dann so schnell genäht, dass ich sogar noch einen zweiten nähen musste. Für das Kind selbst ;-))
Obwohl ich anmerken möchte, dass der so einfach zu nähen ist, dass auch das Kind selbst ihn hätte nähen können.
Aber nachdem hier ohnehin alle im Kinderfreundeskreis diese Namenwimpelketten haben, sehe ich viele viele Knochen in näherer und ferner Zukunft....


Un croissant s'il vous plait

21.06.16

Kurz nach 6 auf unserer Baustellenterrasse: Croissant!
Im Hintergrund Café au lait. Oder Caffe Latte. Oder Milchkaffee.
Egal, Hauptakteure sind die knusprigen, buttrigen Freunde im Vordergrund.

Jetzt bin ich schon seit einigen Monaten auf meiner Mission Fitness. Es gibt Leute, die meinen, man würde eine Veränderung sehen. Noja, es fühlt sich schon anders an, aber soooo großartig ist die Veränderung jetzt auch nicht. Das Gesamtgefühl jedoch ist durch nichts zu ersetzen. Und deshalb stehe ich weiterhin drei Mal in der Woche um 5:10 auf und gehe in die Garage an die Gewichte. Klimmzug kann ich noch immer keinen. Aber die hilflosen Versuche sind mittlerweile schon sehr ambitioniert und ich glaube jetzt wirklich daran, dass ich es schaffe. Insgesamt ist anzumerken, dass Geduld gebraucht wird. Wohl eher ein Jahr als sechs Monate. Na gut.

Weil ich ja aber hochmotiviert bin, lasse ich ja kaum was aus, was mir als erfolgversprechend präsentiert wird. Man denke nur an "bone broth" ;-))

Und dabei muss ich sagen, dass die Hühnerbrühe durchaus akzeptabel ist. Vieles andere was ich ausprobiert habe, erinnert mich stark an damals als ich schwanger war. Gut gebildet, über 30 beim ersten Kind war ich auch richtig hochmotiviert. Soll heißen offen für jeden Sch....
Und ich kann mich gut erinnern wie meine mitschwangeren Freundinnen oder Kolleginnen - man rottet sich ja irgendwie zusammen - in höchsten Tönen von Getreidekaffee mit Sojamilch als Latte-ersatz geschwärmt haben. Aber Mädels..hey, wenn Ihr mir DAS Gesöff als probaten Ersatz für einen ordentlichen Caffe Latte anbietet, dann habt Ihr wohl vorher Omis Melitta getrunken - bäh! Pfui deibel!
Dann lieber nur einen Kaffee pro Tag und den dafür ordentlich.

Es gibt Gerichte, die müssen wie sie müssen und sonst gar nichts.

Auch so ein Kanditat: Cauliflower Pizza Crust.
Also meine Kinder haben das Zeug nur deshalb nicht gleich abgelehnt, weil da soviel Käse drin ist, dass man den Karfiol nicht schmeckt. Aber... wer DAS als akzeptablen Pizzabodenersatz durchgehen lässt, der hat wohl noch nie eine ordentliche Pizza gegessen. Vielleicht sogar eine selbstgemachte...
Nein, Low carb bei aller Liebe, aber dann lieber den ganzen Tag bone broth und Salatblättchen, damit sich das mit den Carbs am Abend ausgeht, aber Pizza ist Pizza und die ist MIT Carbs. Basta!

Und je mehr ich mich mit wenigen Kohlehydraten, guten Fetten und bravem Eiweiß herumschlage, umso mehr kommt da so ein Gusto auf. Nach allem, was der Lowcarbgott verboten hat.
Und Croissants sind ja wohl ganz oben auf der Böse-Liste. Bestandteilliste quasi alleinig aus Weizen (UAHHHHHH-WEIZEN!!!!!) und  BUTTER (FETTTTTT!!!) bestehend. Aufgepeppt mit bissl ZUCKER (WEISSEM ZUCKERRRRRR!!!) und MILCH (UAAAHHHHHH!). 
Ein Blick darauf ist wohl nur zu vergleichen mit einem Blick runter von der Klippe wo die Acapulco-Todesspringer runterhupfen...

Das Blöde is nur... es ist SAUGEIL!!!

So, also nicht lang rumgesch... sondern gesprungen. Todesmutig weißes Weizenmehl und ebensolchen Zucker gekauft, Butter und Milch und Hefe sind daheim. 

Rezept wurde gegoogelt. Weekendbakery hat ein total brauchbares. Mit Video.
Wunderbar.

Aber klarerweise ist die Weekendbakery auch nur ein hipper Blog mit vermutlich barttragendem Hauptakteur. Also braucht so ein Korb Croissants drei Tage bei denen.

Ist es der Anteil an Kirchenausgetretenen, die schon seit Jahrzehnten maue Performance der Katholischen Kirche, die uns dazu treibt, wirklich jeden verdammten Sch.... so RELIGIÖS zu behandeln?
Egal, was man heutzutage anstellt, alles hat so einen sakralen Charakter. Alles ist geprägt von Verzicht und Fokussierung. Natürlich auch das Herstellen eines Croissants. Einem Gebäck, das wohl der Inbegriff sündigen Essens ist. 

Gut, dass ich das Kind meiner Mutter bin.
Die, Gotthabsieselig (hihi, das ist für die Religion ;-)), ein Bauernkind wie es im Buche steht, hat alle möglichen Sachen gemacht, die die heutigen Hipsters in Verzückung bringen: Sauerkraut ( - grad ur hip in Foodiekreisen), Brotbacken (was hätt ich als Volksschulkind für ein Gummisupermarktbrot gegeben....), Buchteln (yeah, kommen gleich nach Croissants ;-))... und selbstverständlich Blätterteig.
Mit Butterziegel et al.
Und jedenfalls diese meine Mutter hat zwar für alles viel Zeit eingeplant - bei uns gabs sogar noch einen Waschtag, als es schon eine Waschmaschine gab.. - aber der Blätterteig war trotzdem in einem Tag fertig.

Kurzum, die von der Weekendbakery vorgeschlagenen Rastezeiten im Kühlen über Nacht, hab ich - todesmutig und grundrebellisch wie ich bin - auf 20 Minuten im Tiefkühler runtergebrochen. Ich, Sau, ich!

Da ich eine "Geh-Umgebung" von 25° nicht gewährleisten konnte und keine Ahnung habe, wie ich mein Backrohr zu so was bringe, und außerdem heute morgen frische Croissants haben wollte, habe ich gleich mit noch einer Greueltat nachgesetzt: die blassen Croissants durften über Nacht gehen.
Das Ergebnis am Morgen war absolut zufriedenstellend:


Nach soviel Rebellion war ich beim Backen ganz obrigkeitshörig und hab alles brav vorgewärmt, umgelüftet und runtergeschalten.
 

 Und was soll ich sagen? Von außen ...

  
 ...und innen perfekt!!!
In grauer Vorzeit hatte ich als junge Journalistin mal in der durchaus als gut zu bezeichnenden österreichischen Tageszeitung Der Standard einen Croissanttest geschrieben.Und eines der Kriterien war, wie sich die Dinger verhalten, wenn man sie auseinanderzieht: Die müssen nämlich sich bissl rausspiralisieren - auf keinen Fall dürfen sie einfach abbrechen... Ich denke Test bestanden!


Und beim Durchschneiden müssen noch einzelne Teigschichten erkennbar sein.... denke auch bestanden.
 




Und ganz zum Schluss nach dieser ganzen visuellen Begutachtung: REINBEISSEN - hmmmmm!
Ein Traum.
Passt.
Alles gut.
Dem ist nichts hinzuzufügen - außer vielleicht dunkle Marmelade ;-)))

Es läuft...

29.05.16


Who am I?

Eine Frage, die sich durchaus jeder mal stellen darf. 
Und ich denke in einem gewissen Alter (so zwischen 14 und 94 ;-) sich sowieso jeder stellt.

Nun stelle man sich aber vor, eigentlich wäre man mit sich und seiner Umwelt durchaus im Reinen. Also aus der eigenen Sicht.
Und man wäre eine Ultramarathonläuferin.
Also jemand der einen Marathon morgens mal schnell zum Milch holen läuft.
Und richtig in die Gänge kommt, wenn es darum geht den Mont Blanc zu umrunden. Oder vom Mount Everest Basecamp nach Kathmandu zu rennen. Hunderte Kilometer. Tag und Nacht.
Und man macht das alles so gut, dass man da auch fast ständig gewinnt.
Blöderweise sind Superausdauerrennen sportmarketingmäßig eher auf der Höhe von Tontaubenschießen oder so was. Und als Frau im Sport ist sowieso alles noch mal gleich ganz anders.
Also nix mit großer Kohle.
Aber viel Ruhm und Ehre.
Und naja, irgendwann kommt der erste Überlastungsbruch.
Und irgendwann der sechste.
Und dann kann kein Mensch mehr die Augen davor verschließen, dass diese Fussis wohl schon zu viele Kilometer drauf haben. Selbst der Kopf der zu diesen Füßen gehört.

Aber was dann?

Was macht man, wenn man sein Leben auf eine einzige Art von Bewegung aufgebaut hat.
Man hat alles hintangestellt, darunter geordnet.
Und dann geht genau DAS nicht mehr?

Lizzy Hawker geht und macht irgendwann zwischen Belastungsbruch 4 und 5 (oder 3 und 4, ganz egal) eine Yogalehrerausbildung und bricht sich dort auch gleich eine Rippe.
Was sie natürlich NICHT davon abhält, wieder zu starten.

Ich habe das Buch wirklich genossen. Vor allem das Ende.
Die tolle Wissenschaftlerinnenkarriere, die völlig überraschende Wendung zur Ultraausdauersportlerin, das findet man öfter. Vor allem im Ausdauersport, wo es nach 25 nicht gleich steil bergab geht. 
Was mich berührt ist der Moment WO es bergab geht.
Wo nichts mehr geht.
Wo kein Motivationsplan, kein Physiotherapeutenwasweißichplan greift.

Lizzy Hawker hat von mir noch extra extra extra Bonuspunkte bekommen (was ihr wurscht sein dürfte ;-)) weil sie das Ende offen lässt.

Sie hat begonnen ein weiteres Ultrarennen in der Schweiz zu organisieren: Monte Rosa. Aber wie es scheint, ist es mit Rennen für sie aus. Sonst lässt sich nicht viel in Erfahrung bringen. Und das finde ich auch schön so.
Kein - ach jetzt mach ich mal auf Familie - mit irgendwem in Nepal. 
Nichts was des Lesers hungrigen Geist befriedigen würde.

Wir wollen es doch so gerne ordentlich.

Wollen Leute wohlig wissen. Ja, sie dürfen Krisen durch"laufen" (in welchem Sinne auch immer), aber letztlich will man ja keinen seiner Helden einfach ins Ungewisse loslassen.

Aber ist es nicht genau das, worin wir uns üben sollten?

Gestern hat eine lang nicht mehr gesehene Kindergartenmutter über ihre fast (oder doch schon) erwachsene Tochter berichtet, die nun sogar schon allein wohnt, aber es doch nicht schafft, finanziell wichtige Termine ordentlich einzuhalten.
Ich (sehr klugsch.....end) "Tja, aber das ist jetzt ihr Bier. Sie wohnt jetzt allein. Du bist nicht mehr verantwortlich....
...(und als Nachsatz, schon ein wenig billiger gebend:) ich weiß ich red mirs leicht. Das ist wohl die Kunst der Übung. Zuzuschauen ohne wahnsinnig zu werden. Vertrauen, dass es am Ende gut ist. Dass es vielleicht auch jetzt schon gut ist. Für sie halt...."

Das Ungewisse aushalten. 
Frau Hawker hat das gut beschrieben: Wer bin ich, wenn ich nicht laufe?

Und ich denke, das "Laufen" kann man durchaus sprichwörtlich verstehen... wo läuft es denn immer glatt? 

Geschmäcker sind verschieden.

22.05.16



Die Herren in meinem Büro finden meinen Stil nicht sooooo toll...also meinen Bekleidungsstil. Mein Chef fragt sich auch wer mich allen Ernstens je fürs Schreiben bezahlt hat. Aber das ist eine andere Geschichte.
Ich habe also beschlossen mir ein Kleid zu nähen. 
Ein bürotaugliches.
Eins das Massengeschmack bedient.
Und das auch mir noch so gut gefällt, dass ich mir nicht total verkleidet vorkomme.
Boden ist eine gute Inspirationsquelle.
Aber 100€ für ein Jerseykleid würde ich auch nicht zahlen wollen, wenn ich monetär potenter wäre als gerade jetzt. (Das Herunterfahren eines Unternehmens bringt eine Menge Kosten mit sich, an die man - ich?! - gar nicht mehr gedacht hat...sprich: Aufhören ist teuer!)
Also her mit dem Schnitt für das seitlich geraffte Wickelausschnittkleid.
Ahja. 
Gibts nicht.
Also improvisieren.
Enger nähen. (Normalerweise hab ich's ja nicht so mit den engen Kleidern ... s.o.)
Aber nach zwei Tagen Herumgesch... hab ich es geschafft. 
Ich denke das Ergebnis ist total gelungen.
Mal sehen wie die Kommentare morgen lauten....