01.08.15

Kurz und gut


Ich habe meine (in meinen Augen noch nicht soooo) langen Haare abgeschnitten.
Ein Schritt, den ich nicht das erste Mal vollzogen habe.
Aber.
Ich bin gut im Verdrängen.
Offenbar habe ich gut verdrängt, wie sehr ich meine Umgebung damit konfrontiere.
Für mich hat sich der Schritt äh Schnitt ja schon länger in meinen Gehirnwindungen angebahnt.
Der Mann an meiner Seite ist schockiert.
Mittlerweile kann er wieder flach atmen.
Aber schon vorher nicht der Typ, der einen in Komplimenten badet, kann ich wohl jetzt länger warten, bis ihm mal ein "...äh sieht nicht schlecht aus..." entkommt.
Emanzipiert und aufgeschlossen und wasweißichalles, was ich nicht bin.
Hätte ich nicht gedacht, wie mir das zu schaffen macht.
Dabei ist es nicht das erste Mal, dass ich in unserer gemeinsamen Zeit Haare lasse.
Aber s.o.
Gut im Vedrängen.
Von gefühlt ALLEN anderen WEIBLICHEN Menschen in meiner Umgebung habe ich AUSSCHLIESSLICH Komplimente bekommen.
(Meine ältere Tochter ausgenommen. Aber die frönt dem gerade bei Volksschülerinnen aktuellen Superlanghaartrend).

Ich hätte nicht gedacht, dass ein Haarschnitt doch so etwas archaisches ist, dass so massive Reaktionen hervorruft.

Ich persönlich bin überglücklich.
Es fühlt sich herrlich leicht und unbeschwert an.
Genau das, was ich momentan brauche.

I cut my (not soooo) long hair.
I have done this before.
But obviously I am good at suppressing.
I can´t remember so big reactions within my crowd.
Husband was shocked.
Midwhile he is able to breath again.
But short on compliments in general, it will take a very long time to hear again something like: "...ahem, does not look so bad...".
I have seen myself as open minded, feminism sided modern woman.
And was not prepared how hard this is to swallow.
And this was not the first time I went from long to short.
So it must have something to do with suppressing.

But EVERY OTHER women I met feeled forced to stop and gave me the warmest congratulations.
(Excluded my older daughter, who is part of the widespread super long hair trend among around 10yearolds)

I am surprised by all these strong reactions. Obviousley hair is still very archaic and if you touch something archaic, people always react very strong.

I love my now short hair.
It feels airy and light.
Exactly what I need right now.

30.07.15

Yasumi Maxidress Tag4


Hallo Mitnäherinnen! Wie gehts euch? 
Heute wollen wir das Kleidchen fertig machen.
Wer - wie ich - eine kleine Schwäche für kleine Details hat, könnte ein winziges Stück Borte hinten auf dem Ruderrückenspitz anstecken:


Dann kommen die Träger. Dazu das Trägerband in zwei gleich große Hälften schneiden und mal am VT anstecken. Kleid probieren und hinten die Länge justieren - hier sind hilfreiche Hände Gold wert ;-))
Wenns passt dann die Träger hinten auf den Spitz (ev. auf das Stück Borte) stecken. Ich habe sie übereinander gesteckt, weil ich den "Stapeleffekt" mag. Man kann sie aber auch nebeneinander stecken.

Wichtig: die Stecknadeln wirklich wie am Bild stecken - also mit dem Kopf nach INNEN zum Kleidungsstück hin und mit der SPITZE zum RAND - und nicht zu knapp zum Rand. So könnt ihr mit der Ovi drübernähen!
 Wenn alles passt, dann das Bustierteil re/re drauf stecken, so dass die Träger wie im Sandwich zwischengefasst werden. Drauf achten, dass die SN aufeinander treffen und natürlich die Stellen, wo die Träger mit gefasst werden.
Und jetzt mit der Ovi schön rundherum. Ich habe zuerst die Ausschnittkanten genäht. Und zum Schluss dann die Stellen wo die Träger  mit gefasst werden in einem extra Arbeitsschritt.

Bustierteil ins Kleid hineinstülpen und alles nochmals schön bügeln....und FERTIG!!!!

Na, wer hat mitgemacht?
Ich würde mich sooo freuen über Bilder eurer Yasumis!!!!
Alles Liebe und noch weiterhin schöne Ferientage!

29.07.15

Yasumi-Maxidress Tag 3

So... meine Lieben, heute gehts ran an die Maschinen!
Ovi geschmiert, eingefädelt, probegenäht?
Fein!

Dann schnappt Euch mal die Bustierteile:
RT mit re Stoffseite nach oben auflegen, darauf kommt das VT mit linker Stoffseite nach oben - also die re Stoffseiten liegen innen.
SN zusammen stecken und zusammen nähen.


Dann kommt das Unterbrustband dran - zum Schlauch schließen...


... und anschließend der Länge nach zur Hälfte bügeln. Also wie bei einem Hosen- ode Rockbund.


Nun beim Bustier VM und RM markieren und beim Unterbrustband Viertelpunkte markieren und dann alle aufeinander stecken:

Das Unterbrustband ist enger als das Bustierteil - deshalb beim Annähen, das Band etwas dehnen. Ganz wie bei einer Hose oder Rock mit Dehnbundverarbeitung. Bügel und gut isses.


Das Band für die Träger längs zur Hälfte falten - re Stoffseite innen und mit der Ovi abnähen:


Dann umdrehen. Ich mache das gerne so, dass ich in einer Nadel mit großem Ör das Ovischwanzerl einfädle und die Nadel dann in den Schlauch zurückfädle - vorsichtig und Stückchen für Stückchen...
Wenn alles durch ist, bügeln.


Nun beim Kleid die SN schließen, dafür wieder das RT mit der re Stoffseite nach oben flach auflegen, das VT drauf. Da werdet ihr nun sehen, dass eben die verdrehten Nähe auseinanderklaffen.
Zuerst NUR das oberste kleine Stück SN stecken. Und dann arbeitet ihr euch Stück für Stück die SN hinunter...


... aber ACHTUNG: bei der VON OBEN BETRACHTET RECHTEN SN im unteren Drittel den Schlitz OFFEN LASSEN


Die andere SN am besten so zusammenstecken, dass ihr das ganze Kleid umdreht und wieder flach auflegt. Bügeln und morgen setzen wir Kleid und Bustier zusammen!
Viel Spaß!

28.07.15

Yasumi maxidress Tag2


So gestern haben wir den Schnitt zusammen gefuddelt (hab ich schon gesagt, dass ich es HASSE Schnitte auszudrucken, auszuschneiden und zusammen zu kleben? Und ich finde es auch nicht super, wenn ich höre, dass es Ehemänner gibt, die so etwas für einen machen.... es sei denn, jemand bringt meinen dazu, gleiches zu tun...) Nun gut, es ist vollbracht, ran an den Stoff:


Ich habe eher dünneren Jersey genommen. Strudelig? Sehr gut, wer nicht dann bei der Ovi die Nerven wegschmeisst ;-)) Zu dicke Jerseys empfehle ich nicht, weil die dann nicht so schön fallen. Und da es ja ein Maxikleid ist, "fällt" da ja schon ziemlich viel...

Wenn ihr eine in alle Richtungen gut dehnbaren Stoff habt, ist es völlig egal WIE ihr den Schnitt auflegt. Wenn ihr merkt, dass die Querrichtung deutlich dehnbarer ist, als die Längsrichtung, dann bitte, legt den Schnitt so auf, dass die Bustierlinie QUER zum Fadenlauf liegt.
Wie ihr seht, habe ich mangels zwei Schnittteilen eben zu erst den einen ausgeschnitten. Und aus dem Rest den anderen. Ich habe auch nix angesteckt oder angezeichnet sondern frei Auge schnippedischnapp rundherum ausgeschnitten und gut isses.


Dann RT - eh schon wissen - jetzt das weggeklappte Spitzerl rausklappen!
AUFGEPASST! NICHT SPIEGELN, umdrehen oder sonstwas.... wenn das RT ausgeschnitten wird, einfach nur das Spitzerl rausklappen, sonst nix!!!! Ihr müsst auch hier die Zahlen lesen können. Sonst wird des nämlich nix mit den Diagonalnähten ;-)))


Dann aus den Stoffresten noch die Bustierteile rausschneiden. Auch hier seht ihr, ganz im Urlaubsmodus: nix stecken, anzeichnen oder so. Cut & go.

Und dann brauch ma noch:

Einen Streifen 50 x 4 cm für die Träger. Bei recht dehnbaren Stoffen empfiehlt es sich den nicht QUER zum Maschenlauf, sondern LÄNGS zuzuschneiden. Die meisten Strickstoffe sind in diese Richtung deutlich weniger dehnbar.

Einen Streifen ca. 8 cm hoch und die Länge entsprechend eurer Unterbrustweite. Also Streifen lang genug zuschneiden. Länge zur Hälfte klappen, dehnen, entsprechend markieren, abschneiden. Gut isses.
Ihr seht hier die zwei Kleidteile aufeinander liegen und die Bustierteile aufeinander und zur Hälfte gefaltet liegen.

Wer das geschafft hat, hat genug für heute geleistet.
Morgen wünschen wir uns kühles Wetter für die Ovi-Session!

27.07.15

sew along: YASUMI maxidress - Tag/day 1


Willkommen beim Yasumi-sew along!
Yasumi ist japanisch und heißt so viel wie Ferien, Urlaub.
Und dieses Maxikleid ist definitiv ein Urlaubskleid. Unkompliziert in allen Aspekten: beim Nähen, beim Einpacken, beim Auspacken, beim Anziehen. Auf dem Weg zum Strand. Oder Freibad. Zum Eis holen. Beim Stadtbummel. Oder Cocktail schlürfen.


Ein eingebautes Bustier gibt ein wenig Halt und unterscheidet Yasumi vom Nachthemd ;-)). (Obwohl es durchaus auch ein schickes Nachthemd abgeben würde...) Diagonal verlaufende Seitennähte geben Schwung und eine schöne dynamische Linie. Vorne geschlitzt könnte man auch ungehindert Zügen oder Kleinkindern nachlaufen. Wollte man sich bei über 30° überhaupt bewegen.


Und hinten gibts einen schönen Sportlerrücken. Damit bleiben nämlich die Träger genau dort, wo sie hin gehören.

So. Und nun genug gequatscht. 


Die Anleitung gibts diese Woche Tag für Tag in kleinen netten Häppchen. Sozusagen, als würden wir gemeinsam das Kleidchen nähen. Sew along. Näh mit.


Dann mal fleißig die 18 Seiten ausdrucken und zusammen kleben. Sollte dann irgendwann so aussehen:


Nun alles ausschneiden...


... das Bustierteil extra rauskopieren (oder die Seiten 1-3 nochmal ausdrucken)...


...sollten dann so aussehen:


NUN AUGEN AUF: Den Schnitt an der Diagonallinie DURCHSCHNEIDEN...


.... und den dreieckigen Teil an die SN des Kleidteils ankleben. Oben an der Markierung, unten am Saum. Wenn dazwischen ein Spalt aufklafft - kein Problem!


 Mit Tito (Klebestreifen) zusammenhalten. Schnitt umdrehen und Tixos von hinten auch nochmal gegenkleben.


Damit wir nicht den ganzen Schnitt nochmal ausdrucken müssen, zeige ich euch einen Trick wie man VT und RT in einem Schnitt verwenden kann, ohne dass man zwei Schnittteile hat:
Mit einer Schere den RT-Spitz bis zur VT-Ausschnittlinie mehrmals einschneiden...


...und dann nach hinten klappen - voilá Fertig ist der VT-Schnitt!
Und wenn ihr den RT-Schnitt braucht, dann werden die kleinen Trägeransatzspitzen vom VT nach hinten geklappt und dafür der RT-Spitz nach vorn..


So, und damit vertschüsse ich mich für heute!
Morgen schneiden wir zu - juchuhuuu!

28.06.15

Kleine Geschenke erhalten...

...die Freundschaft.

Nun, ob Freundschaft mit Lehrer/Innen anzustreben ist, mag ich hier nicht diskutieren.

Ein gutes Auskommen ist in jedem Fall empfehlenswert.

Wer meine Kinder in der Klasse sitzen hat, ist mitunter schon gefordert. Summasummarum gehen beide Damen gern in die Schule und auch die Resultate in den Zeugnissen geben keinen Anlass zu größerer Sorge.
Fazit: Ich habe das Gefühl, dass die Lehrer/Innen meiner Töchter einen tollen Job leisten und das möchte ich ihnen auch ein ganz klitzeklein wenig mit in den Sommer geben:


Und weil man heutzutage ja kaum noch was schenken kann, denke ich mir, etwas, das verspeist wird, geht immer...


 ...eine hübsche Verpackung dazu und fertig!


Wenn ihr auch zufällig jemandem einen schönen Sommer wünschen wollt - hier sind die Boxen zum Selberausdrucken, -ausschneiden, -zsambasteln - und -befüllen! Viel Spaß!