28.06.15

Kleine Geschenke erhalten...

...die Freundschaft.

Nun, ob Freundschaft mit Lehrer/Innen anzustreben ist, mag ich hier nicht diskutieren.

Ein gutes Auskommen ist in jedem Fall empfehlenswert.

Wer meine Kinder in der Klasse sitzen hat, ist mitunter schon gefordert. Summasummarum gehen beide Damen gern in die Schule und auch die Resultate in den Zeugnissen geben keinen Anlass zu größerer Sorge.
Fazit: Ich habe das Gefühl, dass die Lehrer/Innen meiner Töchter einen tollen Job leisten und das möchte ich ihnen auch ein ganz klitzeklein wenig mit in den Sommer geben:


Und weil man heutzutage ja kaum noch was schenken kann, denke ich mir, etwas, das verspeist wird, geht immer...


 ...eine hübsche Verpackung dazu und fertig!


Wenn ihr auch zufällig jemandem einen schönen Sommer wünschen wollt - hier sind die Boxen zum Selberausdrucken, -ausschneiden, -zsambasteln - und -befüllen! Viel Spaß!

25.06.15

Testnäher/innen gesucht! looking for testsewers!


Nachdem ich vorgestern ganz dringend einen Untergrund für meine Mickey Maus brauchte, habe ich ruckizucki ein Shirt genäht.
Das war so ruckizucki, dass ich mir gedacht habe - Hey, das konnte doch so ein schnelles unkompliziertes Shirt sein?! So eines wie man es zwischen Kinderbetreuung, Haushalt und sonst allem Getanwerdenwollendem und Urlaubsantritt - oder der Fahrt ins Freibad schnell noch zusammenschustert...
Mit offenen Säumen und der "UNDO"-Halsausschnittverarbeitung insgesamt 8 Nähte.
Ein guter halber Meter dünner Jersey.

Die Passform ist bewusst NICHT körpernah gewählt. ABER AUCH NICHT superweit. Boyfriendshirt könnte man vielleicht sagen.
Die Ärmel sind eher schmal und kurz.
Der Saum dafür gut hüftlang. Könnte durchaus auch zum Kleid verlängert werden.
Der Ausschnitt auch so ein Zwischending. Sich nicht an den Hals drängend, aber auch nicht auffällig tief.


If you are in the mood for a quick boyfriendish shirt, please feel free to leave a comment!
I was putting together a simple, quick and easy shirt pattern. Not to narrow, not to roomy, short sleeves and a nice "undo" neckline tutorial.
Alltogether 8 seams.
A generous half a meter thin jersey.
Hemline falls at hip, but can be considered to dress length...
Instructions in my quirky english, but with enough images - sure you make your way to a great result ;-))

12.06.15

Burg Nähwochenende Rückblick Vorblick und eine Alternative

Die letzten Wochen waren so dicht, dass ich euch sogar den Rückblick auf das letzte Burg-Nähwochenende schulde - verzeiht!

Es war - wie immer - wunderbar!

Vielen, vielen Dank liebe Susanne für deine tollen Bilder - die ich hier jetzt sprechen lassen möchte:


Das Wetter war so mild, dass wir die Terrasse zum Arbeitsplatz umwandelten. Fertige Teile machen Freude - besonders, wenn ein Origami-Rock dabei ist ;-))


Warten aufs Essen im Tal - niemals eine Minute ohne Handarbeit - gell Judith?!


Unvergleichlich und immer wieder faszinierend: die Burg und ihre Umgebung. Selbst der Himmel ist hier zauberhaft.


Goodiebags sind immer willkommen - auch die kleine Verlosung, die es heuer am Ende gab.
Und nochmal das gute Wetter - sogar Frühstücken auf der Terrasse war möglich - hmmm!


Zuschneiden ist auf der Burg manchmal eine Bodenübung. Sehr zum Amusement der Mitstreiterinnen. Und nochmal ein fertiges Stück - der unglaublich tolle Mantel von Sandra - Gratulation!!!

Und weil es so schön ist, wollen wir auch im Herbst wieder ein Burg.
Mit ganz kleinen Einschränkungen:
Auch die Burg musste ihre Preise etwas aktualisieren - und damit auch ich.
Ich habe mich aber dazu entschlossen, den Preis gleich zu halten, dafür das Abendessen rauszunehmen. So kann jede selbst bestimmen, ob es Holz-, Economy oder De Luxe Klasse ist - sprich Frittatensuppe, Eiernockerl oder Tafelspitz ;-)))
Ich hoffe das ist in Eurem Sinn und freue mich auf zahlreiche Teilnahme ;-)))

Hier gehts zu den Tickets fürs Burgwochenende 9.0 - bitte nicht zu lange Zeit lassen - es gibt nur 12 Plätze!


Und wer - aus welchen Gründen auch immer - es nicht auf die Burg schafft - es gibt eine Art Heimschläfer Nähwochenende in Retz:
11./12. Juli 2015
im Altersheim in Retz!
Samstag 9 - 19.30
dazwischen gehen wir gemeinsam zum Mittagessen in eines der netten Gasthäuser in Retz
Sonntag 9 - 15 h

Schon seit Anfang des Jahres veranstalte ich abendliche Nähkurse im Altersheim. Ein wunderschöner Saal mit direktem Aussenzugang, angeschlossener Cafeteria. Ein toller Ort um sich ein Wochenende lang nur dem Nähen zu widmen.
Wir dürfen die Nähmaschinen und das dazugehörige Chaos über Nacht stehen lassen - und wer von weiter her kommt - das Gästehaus Winkler hat super fantastische Zimmer!!!
Hier sind Bilder vom Altersheim, und von den Abend-Kursen.
Maximal 8 Teilnehmerinnen sorgen für entspannte Atmosphäre und genügend Spaß um knifflige Aufgaben mit Bravour zu meistern ;-)

75 Euro für Samstag und Sonntag betreutes Nähen und Snacks - Anmeldungen bitte hier!

11.06.15

Come undone...

Come undone.
Ich habe einen Faible für Unfertiges.
Unperfektes.
Unwörter.
Sowieso.
Nach einigen Versuchen habe ich eine für  mich befriedigende Lösung für den perfekten UNperfekten Ausschnitt gefunden.

Ihr braucht einen ca. 3 cm breiten Streifen quer zum Fadenlauf, ca. 20 % kürzer als der Ausschnitt - also wie bei jeder ganz normalen T-Shirt Ausschnittverarbeitung.

ABER ACHTUNG!
Ihr nehmt den Streifen OFFEN - also nicht zur Hälfte gebügelt oder so was - und steckt ihn mit der RECHTEN Stoffseite INNEN an den Halsausschnitt - also innen auf die LINKE Stoffseite.
Damit ich einfacher arbeiten kann, habe ich dann den Streifen mit der Overlock angenäht - geht aber auch mit der Nähmaschine.

Ich arbeite bei den T-Shirts immer so: Zuerst nähe ich eine Schulternaht, dann nähe ich den Ausschnittstreifen an, flach bügeln, dann schließe ich die zweite Schulternaht...

Es sollte dann so aussehen:


Jetzt den Ausschnittstreifen auf die RECHTE Stoffseite bügeln...

(Hier seht ihr, dass ich den Ausschnittstreifen gestückelt habe ;-)))


... und feststecken:




Unten beim Spitz des V-Ausschnitts habe ich eine kleine Falte gelegt.

Danach mit der Zwillingsnadel VON RECHTS absteppen:


Und so sieht das Ergebnis dann aus:


Durch die offene Schnittkante rollt der Ausschnittstreifen schön ein und sieht herrlich "undone" aus.
Die Naht innen und das Absteppen mit der Zwillingsnadel macht alles stabil und alltags - sprich waschtauglich.


PS: der T-Shirt Schnitt ist von hier...


I love everything UNfinished, UNdone, UNperfect...
Finally after some trial and errors I found a perfect UNperfect neckline detail.
Prepare everything as usual for your neckline.
I prefer to close one shoulder and work the open neckline. 
Take your binding strap and pin it RIGHT side to WRONG side of body. Sew alongside neckline. I used my serger, but a sewing machine does it as well.
Iron and close second shoulder seam.

After that iron strap to RIGHT side and pin down. 

Now install a twin needle to your sewing machine and top stitch neckline on RIGHT side.

Open strap edge rolls neatly and gives your tee a nice undone finish while seam and twin needle seam gives enough hold to everday use - and washing circle ;-))

PS: T-shirt pattern is from here...

04.06.15

Jeff und ich

Ich bin ein Kind der 80er/90er.
Also das heißt ich bin 1972 geboren.
Aber meine jugendlichen Prägungen entstanden im Zeitalter von Madonna. (Lächeln.)
Duran Duran. (Ha!)
Wham. (Noch lauteres Lachen!)
Und glücklicherweise auch Bands wie U2.
Und dann natürlich Nirvana.
Also man sieht, ich habe mich relativ schnell auf räudiges, rockiges Garagenzeug festgelegt.
Lange Haare bei Burschen, später Männer waren schon Grund genug schlaflose Nächte zu haben.
Das modische Setting war mit Levis 501 abgetan.
Palladium gabs im Sommer.
Und winters DocMartens.
(Das habe ich nur wegen der aktuellen modischen Wiederholungen festgehalten.
Ebenso möchte ich erwähnen, dass ich als Kind Schlagjeans trug.
Relativ kurz nach der Wende zu den 90ern war ein überall fühlbares 70ies Revival und ich habe wirklich noch günstig am Flohmarkt Schlagjeans ergattert, die sicher so alt waren wie ich.
Wenn das, was die diversen Modeplakate verheißen war wird, werde ich also bald zum DRITTEN Mal in meinem Leben Schlagjeans tragen....)

Zurück zum Thema.
Ein Mann auf der Leinwand, den ich bald entdeckte, war Jeff Bridges.


Dieses Bild ist nur für Demonstrationszwecke....

Dieser Film war es:
American Heart.
Herr Bridges war damals 43.
(So wie ich heute...)


Ich glaub einem solchen Bild ist nichts hinzuzufügen.

Dann kam natürlich The Big Lebowski.
Dem auch nix hinzuzufügen ist.

Und jüngst stolpere ich doch beim Rumsurfen über dieses Bild:


Und was soll ich sagen?
Außer SCH.... verdammt! war kurz nichts in meinem Kopf.

Natürlich freut man sich, dass ein Jugendidol sich gut hält.
Aber irgendwie hätte ich doch gern, dass ein Mann, der jetzt 66 ist, in mir nicht mehr die gleichen Knöpfe zum Anspringen bringt wie vor mehr als 20 Jahren.

Der Mann an meiner Seite ist wunderbar und vom Typ her, kann man mir definitiv eine gewisse Stiltreue anrechnen.

Aber ich würde noch immer nicht gern von Herrn Bridges angesprochen oder sogar zum Kaffee eingeladen werden. Zu groß wäre die Gefahr, dass ich vor lauter Aufregung das Getränk verschütte, keinen vernünftigen Satz herausbringe oder sonst halt wie mich benähme, wie man es halt tut, wenn man eine Schmetterlingsfarm im Bauch hat.


Ich hingegen war beim Friseur.
Ohne Jeff.


Ich hatte schon länger keinen richtigen Friseurbesuch.
Und ich kann sagen:
Es hat was.
Das ganze Programm.
Die Haare sind fluffig und es sieht auf meinem Kopf nach ...naja, eben nach Frisur aus.
Schön.
Finden auch die jungen Damen.

Nein, Jeff braucht nicht zu kommen.
Würde er auch nicht.
Der Mann ist seit bald 40 Jahren mit derselben Frau verheiratet.
Verdammt.
Das macht ihn noch hinreissender.

02.06.15

Alexandria und ich


So.
Da bin ich mal wieder.
Es geht mir gut.
Kein Grund zur Sorge.
Also.
Es geht mir sogar sehr gut.
Ich habe gründlich und ausgiebig und formatfüllend Spaß und Gefallen an meinem analogen Leben.
Der Mai ist bei uns schon ohne die diversen Feiertage ein Monat der Feierlichkeiten.
Ein Kindergeburtstag in der Mitte.
Das zweite Kind hat es nicht ganz geschafft, sich besonnen und gleich einen neuen Monat angerissen.
Netto zwei Kindergeburtstag innerhalb von 14 Tagen.
Harte Kost für Geburtstagsdiabetikerinnen wie mich.
Dann dazu ein kirchliches Hochfest.
Frei nach dem Motto wer A sagt...
... muss auch Erstkommunion sagen.
Und zu all dem ein wieder aufgetauchter Vater.
Meiner.
Nach zwanzig Jahren Abstinenz.
Es fühlt sich gut an.
Aber das Eis ist doch noch dünn.
Also eher kein ausgelassener Paarlauf.
Aber mal ein schönes Rumtasten.
Dazwischen wollte...musste ich an die Nähmaschine.
Schon länger ist mir eine gewisse Schmalheit in der Hosenabteilung aufgefallen.
Also Recherche.
Und noch mehr Recherche.
Und dann noch mal eigene Hosen untersucht.
Und das Internet konsultiert.
Und Alexandria wieder entdeckt.
Diese Jogginghosensache mit Tunnelzug in der Taille war mir aber doch zu sehr "laissez-faire".
Ich hatte eine etwas "formalere" Hose im Kopf.
Aber aus Jersey.
Die liebe Dagmar hat im letzten Retzer Nähkurs einen sooo tollen zu einer Anguruhose verarbeitet. Dieser Stoff hat mein Hirn nicht mehr verlassen.


Ich habe also beim Schnitt hinten beim RT in der RM gute 2 cm weggefaltet. 
Dann habe ich eine Passepoiletasche ins rechte RT gearbeitet.
Um es nicht zu förmlich werden zu lassen, habe ich den Taschenbeutel mit Zwillingsnadel von außen angenäht.
Vorne habe ich einen blinden Hosentürlverschluss gemacht und die angeschnittenen Belege einfach auch mit der Zwillingsnadel abgesteppt.
Die Bundfalten auch noch etwas abgesteppt.
Als Bund einfach einen Stretchbund gearbeitet.

Da ich einen Faible für tiefe Schritte habe, habe ich den Schnitt NICHT gekürzt. Einige Versionen, die mehr an die Alexandria in der Ursprungsversion erinnern, haben da Länge weggenommen. Ich habe den Schritt im oberen Oberschenkelbereich und das ist gut so ;-))

Dafür habe ich die inneren Beinnähte nach unten verlaufen schmäler gemacht. Und zwar schon um so ca. 3 cm.

Alles in allem eine supercoole Hose, die schon einiges erlebt hat - vom Kirchgang bis zum Garten gießen.