22.03.15

MAKI - die Frühlings/Sommerrolle...

Maki heißt einwickeln.
Und dank der Japanischkenntnisse dieser Dame ist dieser Name nun auch wirklich richtig verwendet.
Vielen Dank liebe A.!

So Hybridhosen aus Hose und Rock mag ich generell sehr gerne.
Und alles Gewickelte sowieso.

Also spukte so eine Hose schon länger in meinem Kopf.

Besonders groß ist also meine Freude, dass es der Schnitt nun aus dem Kopf auch aufs Papier äh PDF gebracht hat.



Falten legen, dann wickeln...


...auch von hinten gut!


Perfekte Yogini-Hose...schon einatmen und ausatmen ;-))



Ich wünsch Euch viel Spaß damit und würde mich freuen, wenn Ihr mir Bilder Eurer fertigen Makis schickt!


14.03.15

Fin...


...kid kennen die Mütter von heute schon lange. Auch hier gibt es Hosen, Handschuhe, Mützen, sogar Kleider dieser Marke, die von der Finnin Annika vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurde.
Wenn es um nass, kalt, windig geht, dann kauf´ ich den Finnen (wortwörtlich) alles ab ;-)).

Sympathisch finde ich auch, dass Finkid nicht gerade den überfliegersupertotaldurchgetaktet Start hingelegt hat. Natürlich kenne ich keine Details, aber relativ kurz nachdem ich auf die Marke aufmerksam geworden bin, gabs auch schon einen Stopp. Irgendwelche mir nicht bekannten Stolpersteine hatten sich Annika in den Weg gelegt. Umso schöner, dass sich dann helfende Hände fanden, diese Steine aus dem Weg zu räumen.
Allzu glatte Erfolgsstorys machen mich immer skeptisch. Dieses kleine Detail hat mich immer an die Authentizität von Finkid glauben lassen.

Vor einiger Zeit hatte Annika offenbar erkannt, dass wenn Kinder gut ausgerüstet sind, sie gerne draußen herumtollen. Aber Muttchen? Darf dann (zumindest optisch) wie für die Nanga Parpat Expedition gekleidet, hinterher hetzen? Softshell, 3rd Layer, Base Layer. Alles kein Problem. Aber in den allermeisten Fällen stehen wir dann ja doch "nur" am innerstädtischen Spielplatz. Biiiiiiiissschen "überpowert"...

Nein, wie oft habe ich mir gedacht, dass es Funktionskleidung auch stadttauglich bräuchte. Also zumindest in Wien sind die Winter eher nass als verschneit - und die Übergangszeiten dazu machen da wenig Ausnahme. Auch beim Radeln ins Büro habe ich mir oft einen Mantel oder eine Jacke gewünscht, die zwar cool aussieht, aber möglichen Regenschauern unbeeindruckt standhält.
Und eine Hose auch.
Wenns geht.
Und weil mir oft kalt ist, bitte einen 2nd Layer.
Also was Warmes.

Dann hörte ich was von Finside.
Und meine Kinder waren schon der Hardcore-Spielplatz-Zeit entwachsen.
Also habe ich mich dann nicht weiter um die Finnen gekümmert.
Vor ein paar Monaten bin ich ganz zufällig in ein Finside führendes Geschäft gestolpert.
Und ein ringeliges Kleidchen nachher mit mir raus.

Es hat mich überzeugt.
Die Verarbeitung unterscheidet sich in keinster Weise von der Qualität, die ich von der Kinderkleidung kannte.
Die Ärmel waren (endlich) lang genug. (Ich kenne Annika nicht persönlich, aber hat sie auch lange Arme?)
Das Material ist einsA.
Die Schnittführung perfekt. Nicht lächerlich an Teenagergrößen orientiert, aber auch nicht sackartiges supercool Zeug, das nur dann cool wirkt, wenn der Rest an einem superperfekt gestylt ist.
Nein, Finside hat alles richtig gemacht. Meiner Meinung nach.

Schön ist, dass dann ein Päckchen kam. Ein regnerisches Wetter war perfekt. Und ich durfte drei Jacken durchtesten. Wollt Ihr mir helfen?



Jemina ist eigentlich ein Sommerjäckchen. Geräumiger Schnitt macht Platz für noch eine wärmende Lage. Die schmalen Ärmel sorgen dafür, dass es alles in allem ein cooles Jackerl ist. Gescheite Taschen an den richtigen Stellen halten Handy, Schnullis, Schlüssel und wasmanhalt sonst ständige griffbereit braucht, parat.


Maire ist ein bisschen eine Favoritin. Typisches 3rd-Layer Material. Also 100% wasserdicht. Sicher eine super Wassersäule. Wen´s interessiert. Diese cape-artige macht die Jacke zu was Besonderem. Die schmalen Ärmel sorgen für die richtigen Proportionen. Hinten länger geht auch am Fahrrad gut. Ein Minuspunkt ist die Kapuze im Kragen. Das an sich wäre super. Aber in dieser Lösung ist der Kragen dann sehr "bulky"... Also das wird den meisten wettertauglichen Damen wahrscheinlich egal sein, oder sie finden den Kragen dadurch extra cool... Ich bin auch nur so pitzelig, weil es ja ums Testen geht ;-))


Ruut ist ein Mäntelchen aus Softshell. Und mein Favorit. Ich bin und bleibe eine Mantelträgerin. Zu sehr habe ich gern etwas um und unterm Hintern. Je nach Sitz/Geh/Radlposition. Die großen Taschen mit witzigen Knöpfen könnten meine Fingerchen gut wärmen, wenn ich mal die Handschuhe vergessen sollte. Die Kapuze hängt einfach hinten dran. Was für mich total ok ist. Und das schöne Blau spielt Seemannsgarn. Die Schnittführung eher Seefrausgarn ;-)))

Was sagt ihr? Jacke. Cape. Mantel. Was würdet ihr nehmen?

Und zum Schluss noch ein kleines Detail aus der Unterschicht:


Weil ich es eben gern warm habe, hat mein Herz einen Sprung gemacht, als ich gesehen habe, dass es Unterkleider gibt - UNTERkleider! Cool. Nein, im Gegenteil. Warm. Sehr warm. Weil Merino. 100%. Das nenn´ mal Funktionswäsche ;-))) Laila gebe ich nicht mehr her. Oben herum hat es einen BH-Schnitt, was es nicht um jeden Preis gebraucht hätte. Auch nicht die goldene Coverlocknaht. Aber wenn jemand mir ein Merino-Unterkleid präsentiert, dann will ich mal großzügig sein. Nein, Laila bleibt.


20.02.15

Ein kleines Paket von sehr weit weg...

und ein GROOOOOSSSESSS DANKESCHÖN zurück!

Da gibt es so eine schöne Sache, die heißt Valentinsswap. Und weil ich keine Ausnahme bilde, bei den Leuten, die gern überrascht werden, wollte ich da auch noch unbedingt mitmachen. Außerdem gabs da sooo viele wundervolle Teaserbildchen auf Instagram - ich MUSSTE einfach mitmachen. 
Meine Swappartnerin war auch ein Late bird. So wussten wir über unsere Partner, aber das war auch ok. Gestern kam ein tolles Paket von Amrita aus Indien an. VIELEN VIELEN DANK!
Ein Täschchen. Untersetzer. Ein Stoffherz. Kleine Kärtchen. Alles in meinen Lieblingsfarben und doch so, dass es mich so wunderbar überraschte. Aber das beste ist eine alte Sari-Borte. Die darf jetzt mal eine Zeit lang am Schreibtisch wohnen und mich glücklich machen. Bis ich eine würdige Verwendung gefunden habe. Oder sie mich. ;-))

Yesterday here arrived a wonderful parcel from Amrita from India. She and I have been late birds and so known swapping partner in the (no longer) secret Valentine Swap. Thank you Amrita for all these wonderful Goodies - most appreciated is of course the vintage Sari border. Will sit on my desk for a while to eye candy me ;-)) 

17.02.15

Japan um die Knie



Einige (viele) kennen vermutlich das japan sew along. Seit ich mich auf instagram herumtreibe habe ich das jetzt viel besser mitbekommen. Und wollte natürlich da auch mitspielen. Zumindest als zaungästin.
Japanische schnittbüchrr gibts hier genug. Davon genäht habe ich auch schon einiges.
Seit einiger zeit schwebt mir ein wickelrock vor. 
Mit falten. 
Und taschen. 
Da kam das eine buch da gerade recht.
Ein besuch im stoffsalon hat meine alte freundin lotta jansdotter stofflich an mich herantreten lassen. Streifen. Unregelmässig. Grau. Diese kombination schaltet bei mir sofort in den "haben-muss"-modus.

Das ergebnis finde ich sehr zufriedenstellend. 
Ich habe dem röckchen taschen hinzugezaubert.
Die japanische mid-calf-länge habe ich fast gelassen. 
Ist gut. 
Glaub ich. 
Weil oben weit und unten weit nur bis zum knie lässt mich "gstaucht" ausschauen. Glaub ich.
Ein uralter lecien stoff hat jahre gewartet, dass er hier innen mir an den leib rücken darf. Ein gepünkteltes bändchen aus dänemark musste nicht so lange warten, dafür hat es auch gleich einen logenplatz als bindebandschlauferl.

In der fotokombi mit dem walkjanker sieht das sehr vielversprechend aus fürs frühe frühjahr.
Jetzt habe ich mir noch den ... abgefroren.

Schnitt: rock 5c simple modern sewing
Stoff: 
streifen: lotta jansdotter stoffsalon
muster: lecien (alt)
Bändchen: stof&stil

13.02.15

Alt? Älter... oder Frances und ich


In den letzten Jahren habe ich es vermieden im Urlaub einen Fuß in die Social Media Welt zu setzen.
Aber seit ich nicht mehr muss, will ich.
Zumindest Instagram hat mich fest in seinem Griff ;-).
Aber ich musste, abseits vom Alltag, gelöst durch feriales Ambiente und frischem Wind im Kopf, einige Abos dankend zurücklegen.
Zu groß wurde der Abstand zu meinem eigenen Ich.
Ich war Ski fahren - wie die geneigten LeserInnen wissen - und das ist kein Sport für alte Damen.
Meine Oberschenkel brannten. Und eine Piste von oben bis unten in einem durch zu fahren ist wohl nichts mehr als eine Erinnerung.
Ich kann damit.
Auch dass ich an allen Tagen praktisch um 21h im Bett lag.

Aber ich bekam mehrmals täglich Damen in mein Handy geliefert, die rein rechnerisch nicht so unendlich weit von mir entfernt sein dürften. Sie sehen allerdings aus, als wären sie allesamt Topmodels oder zumindest B-Klasse Schauspielerinnen aus amerikanischen Fernsehserien. Kein Haar ist "undone". Oder wenn es so aussieht, dann gibt es sicher irgendwo eine Anleitung wie man das mit dem eigenen auch so hinkriegt. Schuhe, Schmuck, Styling. Alles perfekt inszeniert vorm Spiegel. Und die nicht minder perfekt inszenierte Wohnung darf den passenden Hintergrund bilden.

Wer mir nun den blanken Neid unterstellt, möge das tun.
Die Chancen stehen sicher nicht schlecht, dass sich hinter meiner Oberfläche so etwas zusammenbrodelt.
Vordergründig - also meinem Bewusstsein zugänglich - steht aber ein grosses Fragezeichen.
Es ist nämlich nicht so, dass es bei den nämlichen Instagram/Blogbesitzerinnen großes Variantentum gäbe. Weiß ist alles, gerne mit Glitzer. Scandi-Chic sowieso. Kuchen in mindestens ebenso perfekter Topmodelmanier ist eigentlich auch immer dabei.
Hier gestehe ich den blanken Neid ungeniert ein.
Weil wenn ich so viele Kuchen büke, würde ich wohl auch so viele Kuchen essen. Und dann kommt bei mir alles zum Tragen, wovon diese Damen wohl alle unberührt geblieben sind: schlechte Gene, zwei Kinder ausgetragen, zwei Kinder GEtragen, langsam sich verlangsamender Stoffwechsel, ...

Nun könnte man sagen, dass in einer demokratischen Welt - Andy Warhol sei Dank - jeder seine 15 Minuten Stardasein haben darf. Die Kommentare tun ihr übriges dazu.

Und dann habe ich ein grenzgeniales Interview mit Frances McDormand gesehen.
Wer erinnert sich nicht an die wunderbare hochschwangere Polizistin in Fargo?
Aber statt wie Steve Buscemi von H&M zum männlichen "schiach-is-cool" Rolemodel gemacht zu werden, steht Frances irgendwo ganz hinten. Wohl auch selbst gewählt.
Aber sie sagt in dem Interview, dass eine Freundin meinte, die jungen Frauen würden Frauen wie sie brauchen.



Ich sage - nicht nur die jungen Frauen. Auch Frauen wie ich.
Was oder wer bin ich, wenn ich NICHT mitspielen mag, bei "desperate highly motivated housewife"
Wenn ich finde, es gibt Teile meines Körpers, die dürfen UNoptimiert sein. Auch meines Haushalts.

In mir regte sich mehr und mehr die Lust dem etwas entgegen zu setzen. Eine Frau. Einfach so.
Nichts dazu getan. Nichts weggenommen. Come undone.

Wäre es nicht schön, wenn sich DAS mal zu einem Instatrend entwickelt?
Eine Milliarde unretouchierter Bilder von Frauen post 30? Lieber noch post 40?

12.02.15

und tschüß!


For sale, for swap, for wasweissich...
Dieser an sich wunderschöne ganz dunkelblaue gequiltete polyesterjersey von stoff & stil darf nicht bei mir bleiben. Ich habe da ein projekt im hinterkopf, dafür isser zu weich-leider. Die coolen sweater ala groovybabyandmama spielts bei uns nicht...also wer hat Lust auf coole 2m ?