25.04.16

Photoshop is a great toy.
Taking jump-selfies as well.

23.04.16

sporthose



In der heutigen Fitnesswelt ist Sporthose wohl ein Unwort. Tights, Leggings, Shorts. Das sind die Beinkleider, die getragen werden.
Stilistisch ordne ich mich eher COS zu als hm sagmermal Pimkie. Lieber kein Label. Auch trage ich nicht gerne irgendwelche Statements auf der Brust spazieren.
Aktuell hat ja ungefähr alles was irgendwo irgendwer irgendwie tut, sagt, sonst wie zum Besten gibt, Religionscharakter.
Fixies.
Wer aus Österreich kommt, könnte auch sagen Waffenrad reloaded.
Das so called Waffenrad, ein Archetyp eines Fahrrads kam von der Firma Puch aus Steyr, die ihrerseits auf Nähmaschinen, Motorräder, später Traktoren - und dazwischen eben Waffen spezialisiert waren. So auch Husquvarna. btw.
Das Waffenrad ist aus Eisen. Und hat keine Gänge. Es hat nix was irgendwie als "fancy" zu bezeichnen wäre. Und ehrlich gesagt, ich FINDE es wunderschön. Bin aber saufroh, dass ich damit nicht herumfahren muss.
Dennoch hätte ich mein Sportgewand gerne im Duktus des Waffenrades/Fixies gesehen.
Irgendwie "unfancier".
Aber ich will schon wieder die eierlegende Wollmilchsau.
Denn ich bin - wie beim Rad - sehr froh, dass sich Leute ur viele Gedanken über Laufschuhe machen.
Und obwohl der Retrotrend ja schon die Achtziger als retrowürdig sieht und damit Sportschuhe wie die Jogging High von Adidas oder die diversen Vintagenikes hervorbringt, greife ich bei meinen Schuhen, die ich dann in echt zum Sport anziehe, doch zu ganz aktuellen (nein gelogen, gerne aus der Vorsaison, dafür billiger) Asics. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass ich damit besser gefederter laufe als mit meinen Original(!) Jogging Highs…

Zara hat aktuell eine sehr, sehr, sehr schöne Sportlinie. Trotzdem hat kein Teil die heimische Haustür überschritten. Ich habe einfach wirklich alles, was ich brauche. Und was ich brauche, habe ich schon sehr lange. Ich habe bisweilen einfach null Bedarf gesehen in Sportkleidung zu investieren. Outletcenter und Hofer/Aldi haben mir die paar Merinowollteile geliefert, die ich wunderbar angenehm finde. Die Tights ;-)) kommen vom Kaffeeröster oder auch vom Aldi. Und alles andere hat sich so im Laufe der Jahre angesammelt. Da ich am liebsten in den Wald renne und bis lang noch nie einen Fuß in ein "Gym" gesetzt habe, ist es mir auch sch…..egal wie ich aussehe.

Mit meiner neu entdeckten Leidenschaft für Training habe ich aber die zig Millionen "Ab-pics" auf Instagram entdeckt und …. noja, wenn ich da mitspielen will (also beim "Ab"nicht, aber in der Fitnesssache) möchte ich doch auch irgendwie gute Figur machen. Zumindest angezogen ;-)))

So. Nun. Aber. Endlich. Zum. Thema.
Sporthose.
Irgendwo in meiner neverending Recherche, die ich grad betreibe, habe ich gelesen, dass es nicht schlecht ist, beim Beintraining kurze Hosen zu tragen, damit man seine Muskeln sehen kann.
Okkkkeeeeeee.
Ich dachte mir dann, na ich kann ja mal mit den kurzen Hosen anfangen, die Muskeln kommen dann vielleicht nach.
Ich HABE kurze Sporthosen. Dryfit und wasweißich.
Aber keine davon finde ich wert der Öffentlichkeit zu präsentieren.
Und in der Kontemplation darüber, was DIE kurze Sporthose für mich sein könnte, bin ich bei einer Hose aus meiner Jugend hängen geblieben. Von Champion. Einer damals ur wichtigen Marke. Dennoch war ausser einem C nicht viel davon zu sehen. Kleine Seitenschlitze. Ein Material vermutlich 50% BW/50% PE. Nicht stretchy, nix quickdry, nicht zu dünn, nicht zu dick. Oben ein Gummi. Hinten ein niemals benutztes Tascherl. Ende Gelände.
Und diese Hose habe ich nun nachgenäht.
Nun möge er daher kommen. Der perfekte Sporthosenschnitt.
Man möchte meinen, kein großes Unterfangen.
Also die realisierte Hose ist aus dem Schnitt der Owynhose von der von mir blind angehimmelten Lotta Jansdotter genäht. Aus ihrem neuesten Buch. Aber schon das Rauszeichnen war eine Zumutung. Hey Lotta, NIEMAND druckt EINEN Schnittteil über ZWEI Papierbögen, ohne das irgendwie deutlich zu kennzeichnen. Und entweder haben die Amis alle sehr kurze Unterkörper oder mein Hintern ist einfach zu groß, Owyn ist einfach in der Leibhöhe zu kurz. Ich habe mir dann geholfen, knurrend den schon fix fertigen Gummizugbund aufgetrennt und innen einen Besatz dran genäht - sieht jetzt eh viel schöner als vorher aus, Gummi wieder eingezogen. Und gut ists.
Naja. Fast. Der Sitz von Owyn im Generellen ist nicht ganz das, was ich im Kopf hatte, deshalb werde ich wohl selbst nochmal rangehen ans Schnittzeichenbrett…
Aber inbetween…Owyn. Geht auch mit jedem anderem hundsnormalen Gummizugbundhosenschnitt. Achtet nur wirklich vorm Probieren drauf ob euch die Leibhöhe angenehm ist - ich mein wir reden von einer Sporthose. Squats. Oder eher zur Sporthose passend: Kniebeugen. Die sind anstrengend. Vor allem mit Gewichten auf der Schulter. Da will ich mich nicht um die Bedecktheit meiner Kehrseite kümmern...

21.04.16

Training



Ja, nun ist es offiziell.
Ich trainiere.
Ich habe viel recherchiert. Sehr viel. Sehr sehr viel.
Ich bin über 40.
Ich war in meiner Jugend definitiv unsportlich.
Ich laufe seit 15 Jahren.
Einen Marathon und ein paar kürzere Läufe.
Und sonst nach Lust und Laune.
Ich dachte ich wäre doch irgendwie sportlich.
Also ging ich in den Keller und versuchte einen Klimmzug.
Denn die Recherche sagte: Mehr Muskeln!
Das konnte ich annehmen, denn ich habe mal irgendwo gelesen, dass man eben mit älteren Leuten sehr gute Ergebnisse mit Gewichtheben erzielt hat.
Bei ungefähr allem: Knochendichte. Muskelaufbau. Gehirnfitness.
Wenn das noch meinen anwachsenden Schwimmreifen um die Mitte schmelzen lässt. Umso besser.
Wenn sonst alles besser aussieht und der Schwimmreifen hartnäckig ist. Schaumermal.
So. Klimmzug.
Gut, wer lachen will, kann sich bei der Gruberin besser unterhalten. Mein Klimmzug war nicht mal eine Lachnummer. Es war einfach kein Klimmzug. Nicht mal irgendwas. Ich bin schlicht nicht imstande mein Körpergewicht irgendwo raufzuziehen.
Mit den Liegestützen schaut es nicht viel besser aus. Zwei gehen knapp. Wohlgemerkt, die echten.
Die Damenversion naja, acht wirklich saubere mit Nase bis am Boden.
Gut. Der Beweis wäre erbracht: es ist HÖCHSTE Eisenbahn.

Kayla (und ihr BBG) ist DIE Göttin am Instagram Fitnesshimmel. Sie wird von Jung und ein bisschen auch von Alt angehimmelt. Ihr Programm ist nicht billig. Und nicht neu.
Wie sagt man so schön: Alter Wein in neuen Schläuchen.
Aber mit 44 tue ich mir schwer einer 23jährigen das alles abzukaufen.
Ich habe auch meine 50 € bezahlt.
Ihr sei´s gegönnt.

Vielmehr hat mich Mark Maslow angesprochen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Er hat nämlich einen guten Podcast. Gut recherchiert. Gut gesprochen. Einfach alles gut.

Auch gut bis sehr gut finde ich Scooby auf Youtube. Super lustig. Und authentisch.

Sonst habe ich viel gefunden. Und bin bei einigem hängengeblieben. Aber aus vollem Herzen empfehlenswert? Ben Greenfield. Wohl Mark Maslows Vorbild. Mark ist aber genausogut und hat den Vorteil, dass er mit hier erhältlichen Sachen arbeitet.

Dies hier ist sicher nicht fertig.

Was mir persönlich fehlt sind die Frauen. Ja, Amerikanerinnen gibt es schon einige, die auch älter sind. Und nein, ich meine jetzt NICHT Jane Fonda ;-))
ABERRRR - so wie auch Kayla und ihre Barbiefreundinnen ist das erste Ziel der anderen Frauen im Bikini ihre super Abs herzuzeigen. Das ist super. Toll, Mädels!
Aber dann?

Abgesehen von meinem Hormonproblem (Premenopause) ist natürlich auch der Wunsch an der Optik zu arbeiten dominant gewesen.
Aber ich bin bald auf Seiten hängengeblieben, wo der Muskelauf- und Fettabbau nicht in erster Linie darauf abzielt die Bikinifigur zu verbessern, sondern arge Sachen zu machen. Einen Traktorreifen umdrehen (Tyreflipping). Eine 8-Fuss-Wand überwinden. Auf eine brusthohe Box rausspringen. Aus dem Stand. Alles mögliche ohne dem man sehr gut leben kann. Aber vielleicht nicht möchte. Ein bissl erinnert mich der ganze Sch…. an eine Mischung zwischen DDR-Leichtathletik und Bundesheer. Spartan Races und Calisthenics wer jetzt googeln möchte.

Mein erstes Zwischenziel heißt mal bis Anfang Sommer durchhalten. Dann habe ich drei Monate geschafft. Und darf mir auf die Schulter klopfen.
Mein derzeitiges Regime heißt 3x Woche 5.20 aufstehen. 30 Minuten in die Garage Gewichte heben und Körpergewichtübungen. Sachen, die ich mir von Kayla und Scooby und allen möglichen anderen zusammengeklaubt habe.
Das vierte Training ist am Wochenende. Auch in der Früh, aber ohne Wecker.
Wer je in einem Trainingsprogramm liest "keine Sorge, auch Anfänger sind willkommen, weil es nur um Körpergewicht geht…" braucht dem keine weitere Aufmerksamkeit zu widmen. Wer (wie ich) nicht imstande ist, sein Körpergewicht wo raufzuziehen, oder ordentliche Liegestütz zu machen, muss erst mal Muskeln aufbauen. Und die lassen sich am besten und schnellsten mit Gewichten erzielen.

Das kostet Energie. Das ist gut. Denn wenn oben weniger reinkommt, als unten verbraucht wird, dann Hurra, Hurra schmilzt das Fett.
Aber wer hat brav gelesen: wenn OBEN WENIGER reinkommt!

Abs are made in kitchen.

Die Recherche brachte sofort eins zu Tage: ohne Ernährungsumstellung wird das nix.

Denn: die Muckis brauchen Regenerationszeit, damit sie sich aufbauen können. Also vier Mal die Woche Muckitraining ist eh schon viel.
Was aber heißt, soviel trainieren, dass man essen kann, was man will, spielts nicht.
Zumindest nicht, wenn man über 40 ist.

You can´t out train a bad meal!

Und: nur healthy, vegan, detox, vegetarisch heißt leider auch nicht automatisch, dass man davon abnimmt. Das ganze Paleo vegan Dingsbums hat nämlich ur viel Kalorien mit all seinen Nüsschen!

Also deshalb wird nach den Gewichteinheiten noch 30 Minuten gelaufen. Berend Breitenstein, noch so ein Bodybuilder empfiehlt das nämlich - um die Glukosespeicher der Muskel zu leeren, damit die Freunde sich aufs Speck stürzen.

Am fünften Tag in der Woche gibt's noch einen Waldlauf mit Hügeln.

Wie gesagt, der Selbstversuch ist im Laufen. Mal sehen, wohin das führt.




19.04.16

Burg. Aus.


So. Das wars.
Aus und vorbei.
Das war die zehnte Burg.
Zehnmal Nähen auf der Burg.
Zehnmal trafen sich nähwütige Frauen und haben ein Wochenende lang ihrem Lieblingshobby gefröhnt.
Wir haben geweint. Und gelacht. Geschimpft. Und getratscht. Dinge sind durch die Gegend geflogen. Und mit Stolz herum gezeigt worden. Ich bin mehrmals an meine Grenzen gekommen. Und einige Male zumindest hat man mir das angemerkt.
Ich war mit Sicherheit alles nur nicht professionell.
Aber ich habe auch Momente erlebt, die unvergleichlich und unvergesslich sind.
Vielen vielen VIELEN Dank an ALLE die das ermöglicht haben. Die oft weite, SEHR weite Wege auf sich genommen haben um dabei zu sein. Die das Unprofessionelle professionell hingenommen haben. Die wiedergekommen sind. Und auch jene, die nur einmal dabei waren. DANKE!
Einzigartiges Tattoo auf dem Arm von Käselotti
Gegessen haben wir auch.

Genial arbeiten.
Masterpiece gefertigt von Frau Stoffsalon.

Die wunderschönsten Röcke von den wunderbarsten Elkes.

….und Tschüß!

13.04.16

Und Tschüss! aluminium salze

Dass die Aluminiumsalze in den Deos ganz böse sind, wissen wir ja schon länger. Ich auch.
Gestern bin ich mal wieder bei Eleonore Bendel Zahn vorbeigekommen. Elli (so heisst sie (nur) bei mir ;-)) hat den ultraveganen Lifestyleblog earthsprout. Ihre Söhne heissen Caspian und Avalon(!). Sie ist wunderschön. All ihre Speisen sind zum Niederknien schön fotografiert. 
Dass Elli dann auch noch ziemlich Kluges in ihren Posts zum Besten gibt, bringt earthsprout fast an die Grenze des Erträglichen. 
Natürlich verwendet Elli "mooncaps" (wisst Ihr eh schon was ist, oder dürft jetzt selber googeln...:-))) und Haarbürsten mit Schweineborsten. Und natürlich keine Alu-Deos.
So. Ich jetzt auch nicht mehr.
Ich habe jetzt nicht vor zu Ellis Oma zu mutieren, aber es gibt schwierigere Massnahmen das Krebsrisiko einzudämmen, als diesen.

Kokos-Natronpaste fand ich nicht soooo toll. Weder in Wirksamkeit noch in Anwendung.
Cien vom lidl tut's ohne. Aber nur gesprüht. Und ich rolle lieber.
Aber die Recherche hat ja noch gar nicht richtig begonnen....

Vielen, vielen, vielen Superdank für Eure Kommentare! Achselkuss ist mir auch noch empfohlen worden. Schon allein der Name ist doch wunderbar? 
Ich selber?
Vermutlich werde ich nochmal die Cremerührerei angehen, denn ehrlich gesagt, wenn ich für jedes Produkt, das ich in meinem Haushalt brauche - und wenn ich mal das Deo wex der Alusalze wegwerfe ist es wohl nur noch ein kleiner Schritt bis zur Waschnuss und zur Essigflasche fürs Klo ;-))) - also wenn ich für jedes Ding, das wir brauchen einen anderen Onlineshop bemühen muss, sch…. ich drauf!

10.04.16

44 & more und nichts über Nähen

video


Letzten Donnerstag sah ich mich in den Spiegel und war nun 44 Jahre alt.
Ein vorhersehbares Ereignis.
Der Frühstückstisch war brav gedeckt. Es gab Hübsches zum Ansehen und Anlegen.
Herz, was willst du mehr?

Bevor ich mir von meiner Familie gratulieren ließ, war ich schon in Allerherrgottsfrühe aufgestanden und hatte mein "Workout" erledigt. Eine halbe Stunde Gewichte heben in allen möglichen Varianten und dann eine halbe Stunde Laufen. Das Laufen mag ich. Das tu ich ja schon jahrelang. Das Gewichtheben ist ein definitiver Selbstversuch. Es geht aber schon …naja sagmermal ganz gut. Oder ok.

Wer - wie ich auf Instagram gerne rumhängt und bis dato Crafty- und Liftstyleblogger verfolgt hat, kann ganz schön eingeschüchtert werden, wenn er/sie das Spektrum um die Fitnessblogger erweitert.
Es gibt praktisch keinen Bauch ohne Sixpack mehr. Und keinen Bauch, der nicht vor ungefähr einem bis zwei Jahren mehr oder weniger wabblig war. Oder schwanger. Die Vorher/Nachherfotografie erlebt zumindest einen für mich bis dato unbekannten Hype.

Wie bin ich dort hin geraten?

Nun.

Schon seit einiger Zeit, genauer einem halben Jahr circa, vernehme ich immer weniger Rufe der Nähmaschine. Als ich sie - ich habe im Haus ja keinen Arbeitsraum mehr - zugunsten des Weihnachtsbaumes weggeräumt habe - habe ich sie bis her nicht mehr wieder aufgebaut.
Und lebe - oha! - ganz gut damit.

Gleichzeitig habe ich gemerkt, dass mir doch was fehlt, öfter laufen, länger laufen war keine schlechte Antwort.
Aber irgendwie auch nicht DIE Antwort.

Seit etwas zwei Jahren bemerkte ich eine Veränderung meiner Menstruation. Nicht lustig. Brustspannen wie beim Stillen. Auch nicht lustig. Die noch in der Stadt konsultierte Gynäkologin verschrieb irgendwas, das ich mich natürlich weigerte zu nehmen.
Der Umzug aufs Land veränderte viel, aber nicht meinen Zyklus und nachdem ich wieder ein paar Veränderungen meistern durfte, war ich nun soweit "alles zu nehmen, was die Medizin hergibt" - weil definitiv brauche ich meine Energie woanders.
Die nun am Land konsultierte Gynäkologin nahm sich viel Zeit - nona, aus meiner Tasche bezahlt ist das auch das Mindeste und erklärte viel und vermutlich habe ich dasselbe verschrieben bekommen wie schon vor einiger Zeit - und nun nehme ich also Hormone.
Seit vielen, vielen Jahren hormonfrei.
Aber es ist viel besser.
Und damit ist mir - momentan - sehr geholfen.

Aber es wäre ja nicht ich, wenn ich mich nun nicht mit Feuereifer in ein Thema stürzen könnte.
Wir können es nennen "die alternde Frau".
Damit werde ich wohl keine Bloggerlisten erklimmen.
Aber der Titel ist mir auch egal. Wie auch die 44.
Was mich rührt, ist der Umstand, dass mein Körper sich verändert.

Meine Mutter ist ja mit 73 ganz plötzlich an einem Schlaganfall gestorben.
So plötzlich war der dann im Nachhinein betrachtet doch nicht. Diabetes, Bluthochdruck, das ganze Programm. Machen Adern dünn. Und eigentlich ist sie ja an einer Gehirnblutung gestorben, weil das ganze blutverdünnende Zeug das in so einen Patienten reingepumpt wird, leider die Arterien angreift. Und wenn die schon ausgehöhlt…naja, quasi russisches Roulette.
Meine Schwiegermutter hat jetzt mit 69 eine neue Schulter bekommen. Diese OP verlief gut und es geht ihr schon besser. Aber die Parameter sind zu denen meiner Mutter sehr ähnlich.
Beide waren hochaktive Bäuerinnen, die ganz bestimmt ihr ganzes Leben genug körperlich gearbeitet haben.
Aber irgendwie - vielleicht mit dem im bäuerlichen Leben ja nicht gerade vor Gesundheit strotzendem Essen - waren/sind sie dann doch keine supermuskulösen Arbeitspferde, sondern eher ausgemergelte Ackergäule.

Meine kleinere Tochter hat mich heute morgen umarmt und gemeint, dass ich ja gar nicht alt bin, weil die Hälfte von 100 ist 50 und ich bin ja noch gar nicht 50…"aber du lebst noch ganz lange…?"

Wann jemandens Zeit gekommen ist, diese Welt zu verlassen, weiß niemand. Aber ich weiß, dass ich nur diesen einen Körper habe. Und dass ich verdammt sein möge, wenn ich mich nicht ordentlich darum kümmere.

Und nein, es ist nicht so, dass ich dem Altern um jeden Preis entgegen steuern möchte.
Es ist vielmehr so, dass ich mich frage, was ICH tun kann.
Hinnehmen, dass sich meine Muskelmasse abbaut?
Meine Haut schlaff wird?
Meine Gelenke ungelenkig?
Meine Knochen spröde?

Schon länger weiß ich, dass man sehr gute Ergebnisse mit Osteoporose Patienten erzielte, wenn man die ins Fitnessstudio schickt und dort richtig Gewichte heben lässt.
Und mit dem im Hinterkopf habe ich angefangen mich umzusehen.
Und ja, was soll ich sagen?
Es führt wohl kein Weg am Eisen vorbei.
Mein Mann hatte eine (!) Hantel, ich zwei orange Babyhanteln und damit ausgerüstet ging ich in die Garage. Mittlerweile habe ich zwei (!) Hanteln, die orangen greif ich gar nicht mehr an und schon einige Muskelkater hinter mich gebracht. Man sieht gar nix. Und kein Mensch muss sich sorgen machen, dass ich bald aussehe wie Arnold.
Mit über 40 und als Frau brauche ich drei Mal so lange um Muskeln aufzubauen wie ein vergleichsweise 20jähriger Mann.
Aber allein der Umstand, dass ich drei Mal in der Woche um 5.20 aufstehe und mein Programm runterspule gibt mir schon viel Motivation.
Das erste Zwischenziel ist bis Ende Juni durch zu halten.
Das vorläufige Fernziel ist ein bis drei ordentliche Klimmzüge. Und ein paar ordentliche Liegestütz. Nicht die Frauenversion. Und in ganz ganz ferner Ferne: ein Handstand?
Das ist aber alles mein ganz privates Hirngewichse, mit dem ich mich motiviere.

Ich weiß nicht, ob das hilft, dass ich die Hormone irgendwann wieder weglassen kann. Dass mein Körper sich besser fühlt, dafür hilft es ganz bestimmt.
Und DAVON kann man mit 44 nicht genug haben.

Das hier ist mein ganz persönliches Ding.
Es möge sich bitte niemand auf den Schlips getreten fühlen, der gerade eine schöne Schwarzwälder beim Lesen dieses Beitrags genießt!!!

Wer sich nun motiviert fühlt, sich auch ein bisschen umzusehen, es gibt nur ganz ganz wenige Role-Models in der aktuellen Fitnessszene, die mir vertrauenswürdig erscheinen. Vor allem, wenn man keine 20 mehr ist.

Was ich bisher zum Thema Fitness gelernt habe:

1. Bodyweight ist super.
Geht aber nicht. Weil das Bodyweight nämlich depperterweise zu schwer ist für die sich noch im Embryonalstadium befindlichen Muckis.
Viele viele viele von denen, die da auf IG ihre tollen Erfolge posten, haben eine Grundmuskulatur. Aus ihrer (meist nicht sooo fernen) Jugend. Der Körper vergisst nicht so schnell. Wer als Teenager irgendeinen Sport schon mal recht eifrig ausgeübt hat, tut sich WESENTLICH leichter mit dem Muskelaufbau. Bzw. kann vielleicht sogar gleich mit den lustigen Bodyweightübungen anfangen.
Wo eben (manchmal) Klimmzüge und (ganz sicher immer) Liegestütz dazugehören.
Und/oder es soll ja Leute geben, die gehen an der besagten Schwarzwälder vorbei und haben drei Kilo plus. Und solche gibt es auch beim Muskelaufbau. An einer Hantel vorbeigegangen und schon ploppen die Muckis nur so raus.
Also ich gehöre zu denen NICHT.
Bei mir ist noch nie was rausgeploppt. Ich war eine begeisterte Reiterin - und sauschlecht in Turnen. Statt über den Kasten zu springen, bin ich drüber geflogen. Dementsprechend hatten wir es nicht so miteinander. Der anstrengende Sport und ich.
Leute wie ich dürfen mal mit Gewichten trainieren bis sie in der Lage sind, ihr Körpergewicht zu stemmen. Graduell aufgebaut. Dauert. Und wie schon erwähnt, mit über 40 und als Frau, dauerts gleich nochmal länger.

2. Geht nicht, gibt's nicht.
Watch this lady. Dann gibts wohl keine Ausreden mehr. Wer nicht WILL - DAS ist ok!
Aber KANN?



3. Ein guter Fitnesspodcast, von dem ich viel gelernt habe: marathonfitness.de
Mark Maslow erklärt gut und fundiert und auch auf Frauen und ältere Menschen abgestimmt.

4. Ein guter Youtube-Kanal, bei dem ich auch viel gelacht habe: Scooby
Ein schwuler 50jähriger Bodybuilder, der wohl mal in Deutschland gelebt hat und daher immer wieder deutsche Wörter einfließen lässt, ansonsten aber fundiert und auch eben für den nicht mehr 20jährigen Fitnessfreak Sachen erklärt.

so said that und off zu den letzten Tagen vor der LETZTEN BURG - Gott, bin ich aufgeregt.
Die letzten fünf Jahre zweimal im Jahr eine Nähveranstaltung gewuppt ist etwas, wo man schon auch ein bissi stolz sein darf. Jetzt ist es gut. Es ist irgendwie wie eine Matura (Abitur)Feier.
Ich bin froh, was ich geschafft habe. Ich bin aber auch neugierig auf was danach kommt...
);